Mitgliederversammlung

Verzögert fand sie nun am 10. September 2020 doch noch statt, die Mitgliederversammlung von Wald Luzern in Schüpfheim - coronabedingt vor eher lichten Reihen und mit wenig geladenen Gästen.

Viele Verlierer im Wald
Die 19. Mitgliederversammlung WaldLuzern diskutierte die Lage im Wald und auf dem Holzmarkt.

Präsident Ruedi Gerber wies in seinem Eingangsvotum auf die schwierige Holzmarktlage hin. Die grossen Mengen an Käferholz könnten derzeit kaum mehr vermarktet werden. Im Gegensatz zum Schutzwald, wo Defizite für Massnahmen durch öffentliche Beiträge gedeckt sind, sei es im Wirtschaftswald derzeit schwieriger. «Aktuell stehen wir an einem Tiefpunkt,» so Gerber. Kritisch äusserte er sich zum geplanten neuen Verwaltungsgebäude des Kantons, wofür nur wenig Holz verbaut werden soll. Das passe so gar nicht zur Vorbildrolle und zum politischen Willen des Kantonsrats, wonach die öffentliche Hand beim Bauen stärker auf Holz setzen sollte. Gerber hofft nach einem Gespräch mit Regierungsrat Reto Wyss, dass Korrekturen noch möglich sind.

Thomas Troger, Direktor von WaldSchweiz, plädierte in seinem Grusswort für mehr Zusammenarbeit und Bündelung der Interessen. Aktuell sei die Wald- und Holzwirtschaft alles andere als eine geeinte Branche.

In den Vorstand hat die Mitgliederversammlung einstimmig Alain Bürgin aus Hochdorf und Werner Burri aus Obernau gewählt. Verabschiedet und gebührend geehrt wurde der austretende Nik Wolfisberg aus Hohenrain für sein zwölf Jahre engagierte Vorstandsarbeit.

Mit grosser Zustimmung regelte die Versammlung das Inkasso in den Fonds Schweizer Holz Förderung (SHF). Das revidierte Reglement tritt auf den 1. Januar 2021 in Kraft und ist den nationalen Vorgaben angepasst.

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Nächste Mitgliederversammlung:

Samstag, 17. April 2021; 10:00 Uhr; Ort noch offen