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Stickstoffbelastung von natürlichen Lebensräumen weiterhin zu hoch

Die Stickstoffeinträge in der Schweiz haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten nur wenig abgenommen und entfalten weiterhin ihre negativen Auswirkungen auf naturnahe Ökosysteme und die Artenvielfalt.

Zum Schutz von Mooren, Wäldern und artenreichen Wiesen sollten Ammoniak-Emissionen weiter verringert werden. Bild WaldSchweiz

Zwar verringerte sich der Stickoxid-Ausstoss - namentlich aus dem Verkehr - stark, die hauptverantwortlichen Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft liegen aber weiterhin auf viel zu hohem Niveau. Die Agrarpolitik AP22+ muss dies mit griffigen Massnahmen entschlossen angehen.
Zum Schutz von Mooren, Wäldern und artenreichen Wiesen forderte die Eidgenössische Kommission für Lufthygiene (EKL) in ihrem Statusbericht von 2005 eine Halbierung der Stickoxid- und Ammoniak-Emissionen gegenüber dem Jahr 2000. Mit dem vorliegenden Bericht «Stickstoffhaltige Luftschadstoffe in der Schweiz» hat sie nun Bilanz gezogen: Der Stickoxid-Ausstoss aus Abgasen und Verbrennungsprozessen hat seit dem Jahr 2000 um rund ein Drittel abgenommen. Weniger gut sieht es bei den landwirtschaftlichen Ammoniak-Emissionen aus. Nun müssen dringend konkrete Massnahmen in der Landwirtschaft folgen, so die EKL.