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Deutschland: Corona-Konjunkturpaket für den Wald

Das 130 Milliarden Euro schwere deutsche Hilfspaket zur Bekämpfung der Corona-Folgen umfasst auch 700 Millionen Euro Fördermittel für die deutsche Forst- und Holzwirtschaft. Die Branche in unserem nördlichen Nachbarland atmet hörbar auf.

Wald als systemrelevant erkannt (Bild WaldSchweiz)

In Deutschland will der Staat seinen Beitrag dazu leisten, dass Wald und Holz nach Corona wieder auf einen grünen Zweig kommen.

Die Holzpreise sind – zum Teil auch durch die Corona-Pandemie – stark gesunken. Deshalb stellt die deutsche Bundesregierung weitere EUR 700 Mio. Euro für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder einschliesslich der Förderung der Digitalisierung in der Forstwirtschaft und die Unterstützung von Investitionen in moderne Betriebsmaschinen und -geräte bereit. Gefördert werden soll auch die stärkere Nutzung von Holz als Baustoff.

Georg Schirmbeck, Präsident des Deutsche Forstwirtschaftsrat DFWR, begrüsst die Entscheidung der Bundesregierung, in den Erhalt des Waldes und dessen nachhaltige Bewirtschaftung zu investieren. Positiv sei, dass das Hilfspaket auch Investitionsanreize für die Gebäudesanierung und vor allem für eine stärkere Nutzung von Holz als klimafreundlichen Baustoff gebe: «Das ist der richtige Ansatz, wenn wir im Klimaschutz weiter vorankommen und die regionale Wertschöpfung in Deutschland stärken wollen.»

Wald als systemrelevant erkannt

‹Für dieses Rettungspaket sind wir sehr dankbar›, bringt Hans-Georg von der Marwitz als Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände AGDW die Stimmung in der Waldwirtschaft auf den Punkt. Vor dem Hintergrund der bedrohlichen Situation im Wald sei das eine grosse Hilfe und ein wichtiges Signal an die vielen privaten und kommunalen Forstbetriebe, die angesichts der schweren Waldschäden und der zusammengebrochenen Holzmärkte unbedingt Unterstützung brauchten.

Der Deutsche Säge- und Holzindustrieverband DeSH lobt den Beschluss des Koalitionsausschusses als wegweisend, weil die Bundesregierung die Auswirkungen der Corona-Krise nicht nur abzufedern wolle, sondern ebenso versuche, Deutschland mit wichtigen Investitionen in nachhaltige und klimafreundliche Bereiche fit für die Zukunft zu machen. ‹Genau auf solche Impulse haben unsere Mitgliedsbetriebe gehofft›, freut sich Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des DeSH.

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